{"id":152,"date":"2009-04-06T19:05:52","date_gmt":"2009-04-06T19:05:52","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-aigen.d2solution.net\/index.php\/chronik-die-gruendung\/"},"modified":"2016-11-17T00:20:50","modified_gmt":"2016-11-16T23:20:50","slug":"chronik-die-gruendung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/?page_id=152","title":{"rendered":"Chronik &#8211; Die Gr\u00fcndung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: helvetica;\"><br \/>\n<\/span><\/span>Nach m\u00fcndlicher \u00dcberlieferung bestand zur Zeit der Hammerherren in der Gulling bereits eine Feuerwehr, welche die Aufgabe hatte, den Schutz gegen Feuer und Hochwasser der Anlage zu \u00fcbernehmen \u2013 eine Art Betriebsfeuerwehr.<br \/>\nAls die Zeit der Hammerherren zu Ende ging, l\u00f6ste sich der Selbstschutz-Verband im Jahre 1868 auf und die vorhandenen Feuerwehrger\u00e4te (Art unbekannt) wurden der Gemeinde Aigen zur weiteren Verwendung \u00fcbergeben. Ob diese Ger\u00e4te anschlie\u00dfend von der im Jahre 1887 gegr\u00fcndeten Freiwilligen Feuerwehr Aigen bei Irdning \u00fcbernommen wurden, oder in der Zwischenzeit eine Vereinigung gegen Feuer und Hochwasser bestand, ist unbekannt.<\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt gibt es \u00fcber die Gr\u00fcndungszeit der Freiwilligen Feuerwehr Aigen bei Irdning kein Protokoll. Nur eine aufliegende Nominalliste gibt dar\u00fcber Auskunft, dass sich M\u00e4nner fanden, um das Eigentum gegen Feuer zu sch\u00fctzen.<br \/>\nAus diesem einzigen Beweisst\u00fcck \u00fcber die Gr\u00fcndung der Freiwilligen Feuerwehr Aigen bei Irdning kann erkannt werden, dass folgende M\u00e4nner die Initiative ergriffen hatten um der Bev\u00f6lkerung von Aigen und Umgebung bei Gefahr, sei es bei einem Brand oder bei Hochwasser durch die Gulling, rasch Hilfe zu leisten.<\/p>\n<p>Folgende Kameraden scheinen in der Nominalliste f\u00fcr das Jahr <em>1887<\/em> auf:<br \/>\nHauptmann und Kassier: <em>Josef Keller<\/em><br \/>\nBesitzer eines S\u00e4gewerkes in der Gulling, einer Bierbrauerei und<br \/>\ndes landt\u00e4flichen Gutes, das von \u201ePutterer\u201c.<span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: helvetica;\"><br \/>\n<\/span><\/span>1. Hauptmann-Stellvertreter: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 <em>Franz K\u00f6berl<\/em><br \/>\n2. Hauptmann-Stellvertreter und Schriftf\u00fchrer:\u00a0 <em>Josef Bleier<\/em><\/p>\n<p>Der Schutzverband wies 3 Hauptleute, 5 Steiger, 1 Schlauchmannschaft und<br \/>\n1 Spritzmannschaft auf.<br \/>\nDie Hauptleute und F\u00fchrer der einzelnen Mannschaften trugen als Kennzeichnung eine Armbinde.<\/p>\n<p>Die Freiwillige Feuerwehr Aigen bei Irdning, wie sie sich damals nannte, war bis<br \/>\n<em>5. Dezember 1890<\/em> ohne Statuten, die erst im Laufe der Jahre in 25 Paragraphen festgelegt wurden.<br \/>\nDie Genehmigung dieser Statuten wurde in der Gemeinde-Ausschusssitzung am<br \/>\n<em>30. November 1890<\/em> unter Gemeindevorsteher Schweiger genehmigt.<\/p>\n<p>\u00a71 Der Zweck der Aigner Freiwilligen Feuerwehr ist ein geordnetes Zusammenwirken bei Feuergefahr, um Leben und Eigentum der Bewohner zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00a72 Sitz des Vereines ist Aigen.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde zu weit f\u00fchren, alle 25 Paragraphen anzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Diese Statuten wurden sodann an die k. k. Statthalterei nach Graz zur Begutachtung und Genehmigung gesandt. Bereits am <em>18. Dezember 1891<\/em> wurde der Bestand des Vereines nach Inhalt der vorliegenden Statuten positiv erledigt.<\/p>\n<p>Nach der Genehmigung wurden vom engsten Feuerwehrausschuss die Dienstvorschriften in<br \/>\n14 Punkten erarbeitet und der Gemeindevorstehung zur Begutachtung vorgelegt.<\/p>\n<p>Sie zerfielen in 3 Punkte:<br \/>\n1. Ein\u00fcbungsdienst<br \/>\n2. Dienst bei Hauptproben<br \/>\n3. Dienst bei einem Brande<\/p>\n<p>Die Statuten und Dienstvorschriften wurden in einem B\u00fcchlein im Selbstverlag zum Druck gegeben. Dieses Gesetzb\u00fcchlein galt f\u00fcr jeden Feuerwehrmann zugleich als Mitgliedsbuch, denn die erste Seite zeigte die Zugeh\u00f6rigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Aigen bei Irdning.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><a title=\"Statuten\" href=\"http:\/\/feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_statuten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-150 size-medium\" title=\"Statuten\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_statuten-300x235.jpg\" alt=\"Statuten\" width=\"300\" height=\"235\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_statuten-300x235.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_statuten-768x601.jpg 768w, https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_statuten.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<em><span style=\"font-size: 10px; font-family: helvetica;\">Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Aigen bei Irdning<\/span><\/em><\/div>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: helvetica;\"><br \/>\n<\/span><\/span>Am <em>21. M\u00e4rz 1891<\/em> berief Hauptmann Josef Keller s\u00e4mtliche Kameraden zur konstituierenden Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Aigen bei Irdning im Gasthof J. Keller ein.<br \/>\nLeider gibt es dar\u00fcber keine Niederschrift. Nur aus der Nominalliste konnte folgendes entnommen werden:<\/p>\n<p>An dieser Sitzung nahmen \u00fcber 30 Kameraden teil. Der Einberufer, Herr Josef Keller, gibt den erschienenen Kameraden bekannt, dass die erarbeiteten Statuten von der Gemeindevorstehung am <em>5. Dezember 1890<\/em>\u00a0genehmigt wurden und zur weiteren Bescheinigung an die hochwohlgeborene k. k. Statthalterei nach Graz eingereicht wurden.<\/p>\n<p>Nachdem weiter Punkte behandelt wurden, wurden zur geheimen Wahl mittels Stimmzettel geschritten.<\/p>\n<p>Die Wahl erbrachte folgendes Ergebnis:<br \/>\nWehrhauptmann, Kassier und Zeugwart: \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0<em> Josef Keller<\/em><br \/>\n1. Hauptmann-Stellvertreter: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <em>Franz K\u00f6berl<\/em><br \/>\n2. Hauptmann-Stellvertreter und Schriftf\u00fchrer:\u00a0 <em>Franz Bleier<\/em><br \/>\nSteigf\u00fchrer: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <em>Dominikus Schrempf<\/em><br \/>\nSteigf\u00fchrer-Stellvertreter: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 <em>Felix Salzinger<\/em><br \/>\nSteigf\u00fchrer: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 <em>Kajetan Kromberger<\/em><br \/>\nSteigf\u00fchrer-Stellvertreter: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 <em>Franz Gerl<\/em><br \/>\nSchlauchf\u00fchrer: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 <em>Anton Prasthofer<\/em><br \/>\nSchlauchf\u00fchrer Stellvertreter: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 <em>Viktor Szlamenik<\/em><br \/>\n1. Hornist: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 <em>Michael Greimel<\/em><br \/>\n2. Hornist: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <em>Johann Pasch<\/em><\/p>\n<p>Die Freiwillige Feuerwehr Aigen war in Folge (bis zum 2. Weltkrieg) ein selbstst\u00e4ndiger Verein, dem Bezirks. Und Landesverband angegliedert. Die Mitglieder der Feuerwehr wurden per Handschlag angelobt.<br \/>\nUm ein wenig Geld in der Kasse zu haben \u2013 sei es in Kronen, sei es in Schilling \u2013 gab es nur Einnahmen durch Spenden, durch unterst\u00fctzende Mitglieder und diverse Veranstaltungen.<br \/>\n\u00dcber die Errichtung des ersten R\u00fcsthauses gibt es keine Berichte. Die Ausr\u00fcstung war, an dem heutigen Ausr\u00fcstungsstand gemessen, sehr bescheiden. Es gab nur handbetriebene Spritzen \u2013 eine Landfahrspritze und eine Abprotzspritze, das Schlauchmaterial hat oft im Ernstfall nicht entsprochen, wie es sich jeder Schlauchf\u00fchrer w\u00fcnschte. Ausgefahren wurde mit Pferdegespannen, die von Pferdebesitzern bereitgestellt wurden.<br \/>\nDer Alarm wurde durch ein Nebelhorn und Signalh\u00f6rner ausgel\u00f6st. Dieses Signal wurde von den verschiedenen Hornisten aufgenommen und gaben es weiter an die verschiedenen Ortschaften, die im Feuerwehrbereich der Aigner Feuerwehr lagen.<br \/>\nDa es damals noch keine Telefonverbindungen gab, mussten Boten einen Brandausbruch melden, und darauf gab es erst den \u201eFeueralarm\u201c. Trotz alledem war die Feuerwehr relativ rasch ausfahrbereit und meist zeitgerecht am Brandplatz.<br \/>\nEs wird sogar von vielen wirksamen Eins\u00e4tzen der weiteren Umgebung berichtet, wie in Irdning, Stainach, W\u00f6rschach, Niederstuttern, u. a. Orte.<br \/>\nDes \u00d6fteren brauchten die M\u00e4nner nicht mehr in T\u00e4tigkeit treten, da der Brand bereits lokalisiert war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach m\u00fcndlicher \u00dcberlieferung bestand zur Zeit der Hammerherren in der Gulling bereits eine Feuerwehr, welche die Aufgabe hatte, den Schutz gegen Feuer und Hochwasser der Anlage zu \u00fcbernehmen \u2013 eine Art Betriebsfeuerwehr. 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