{"id":149,"date":"2009-04-06T19:05:32","date_gmt":"2009-04-06T19:05:32","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-aigen.d2solution.net\/index.php\/aigen-wandel-der-zeit\/"},"modified":"2016-11-09T19:53:07","modified_gmt":"2016-11-09T19:53:07","slug":"aigen-wandel-der-zeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/?page_id=149","title":{"rendered":"Aigen &#8211; Wandel der Zeit"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #333333; font-family: helvetica;\"><br \/>\n<\/span>An lieblichen Talh\u00e4ngen, ums\u00e4umt von gr\u00fcnenden Wiesen und W\u00e4ldern, versteckt von im Herbste reichbeladenen Obstb\u00e4umen, liegen die zerstreuten Ortschaften und Geh\u00f6fte der Gemeinde Aigen \u2013 wie Aich, Aiglern, Aigen, Fischern, Gatschen, Hohenberg, Ketten, Lantschern, Quilk, Ritzmannsdorf, Sallaberg\/Kulm, Sallaberg\/See, Schlattham, Tachenberg, Vorberg und Geh\u00f6fte der Gemeinde Aigen mit einem Fl\u00e4chenraum von ca. 8638 ha.<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><a title=\"Aigen\" href=\"http:\/\/feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_aigen.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-147 size-medium\" title=\"Aigen\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_aigen-300x197.jpg\" alt=\"Aigen\" width=\"300\" height=\"197\" border=\"0\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_aigen-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_aigen-768x503.jpg 768w, https:\/\/www.feuerwehr-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/wirueberuns_Chronik_aigen.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/div>\n<p>Die Entstehungsgeschichte der einzelnen Ortschaften ist zeitlich gesehen, sehr verschieden.<br \/>\nDie Ortschaft Aigen war der am sp\u00e4testen entstandene Ort. Da das Talgebiet ziemlich versumpft war, entstanden die D\u00f6rfer an den Anh\u00f6h<span style=\"color: #333333; font-family: helvetica;\">en.<\/span><\/p>\n<p><strong>1094\u00a0\u00a0\u00a0 Hohenberg:<\/strong><br \/>\nHagenberg \u2013 Schon in diesem Jahr (1094) werden unter den ritterm\u00e4\u00dfigen Leuten die Herren von HAGENBERG genannt.<br \/>\n1160 lebte ein Roudgerus de Hogenberch.<\/p>\n<p>1110\u00a0\u00a0\u00a0 Sallaberg:<br \/>\n1110 Unter Markgraf Otacher \u2013 Scalchinberge; 1120 Salberg; 1143 Scahenberg;<span style=\"color: #333333; font-family: helvetica;\"><br \/>\n<\/span>1382 Salhenberg; 1473 Solhenberg<\/p>\n<p><strong>1125\u00a0\u00a0\u00a0 Aiglern:<\/strong><br \/>\nEin Gut zu Aiglern wird erw\u00e4hnt \u2013 Egilwarin; 12. Jhd. Aigelarn<\/p>\n<p><strong>1135\u00a0\u00a0\u00a0 Tachenberg:<\/strong><br \/>\nIm \u201eDieprecht de Tichingberg\u201c wird das Geschlecht der Herren von Tichin (Teuchen, auch Tachenberg) urkundlich erw\u00e4hnt.<br \/>\nAus diesem Geschlecht sind noch bekannt: Eberhardus et frater eyus Dietarus Tichinperge, welche um 1150 lebten.<\/p>\n<p><strong>1150\u00a0\u00a0\u00a0 Lantschern:<\/strong><br \/>\n1150 Woluoldus von Lonsza; 1168 Albert von Lantschern und Adelram de Lonsarm (1173) waren Besitzer von verschiedenen G\u00fctern<\/p>\n<p><strong>1171\u00a0\u00a0\u00a0 Hohenberg am Kulmberg:<\/strong><br \/>\nZum ersten Mal wird die Kirche St. Johann am Hohenberg in einem Best\u00e4tigungsbrief des Papstes Alexander III. angef\u00fchrt.<br \/>\nSie ist eine Uralte Wallfahrtskirche. Ihr inneres ist in der L\u00e4nge in einen romanischen und einen hinteren gotischen Bau geteilt. Der Altar, ein bescheidener, aber sehr geschmackvoller Fl\u00fcgelaltar tr\u00e4gt sch\u00f6ne und interessante Bilder. 1986 wurde die Kirche vollkommen restauriert.<br \/>\nDer Kulm tr\u00e4gt auf seinem Hochplateau eine nat\u00fcrliche Festung, es sind die Spuren eines gro\u00dfen quadratischen Walles. An zwei Seiten wurden Ausgrabungen vorgenommen, die sehr f\u00fcndig und aufschlussreich waren und doch so manche R\u00e4tsel aufgaben.<br \/>\n1180 lebte ein Karolus de Haginperge.<\/p>\n<p><strong>1175\u00a0\u00a0\u00a0 Fischern:<\/strong><br \/>\nViscarn \u2013 Vischaren \u2013 Der Name der Ortschaft Fischern d\u00fcrfte von dem Geschlecht der Herren von Fischern stammen.<br \/>\n1195 verkaufte Otto von Fischern einige Schwaigen an das Stift Admont. Zur selben Zeit lebte ein Pilgrimus de Vischarn.<br \/>\n1405 wird als Pfleger zu Vischarn \u201eG\u00f6ring Pozzenfurt\u201c erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><strong>1290\u00a0\u00a0\u00a0 Ritzmannsdorf:<\/strong><br \/>\n1290 Retzmannsdorf \u2013 1935 schenkten die Geschwister Erhard und Wenzel Gleu\u00dfler Barbara Tanpeck ein Gut zu Ritzmannsdorf \u201ezu der stift der ewigen me\u00df\u2026. Datz dem heiligen geist\u201c.<\/p>\n<p><strong>1300\u00a0\u00a0\u00a0 Mitteregg:<\/strong><br \/>\n1300 Mitterekke; um 1500 Mitterekg in Irdninger pharr.<\/p>\n<p><strong>1302\u00a0\u00a0\u00a0 Gatschen:<\/strong><br \/>\n1302 lesen wir \u201eiten duarua swaygarum in Gaetschen\u201c:<br \/>\n1420 am Gaeczenperg; 1435 Getschenperg; 1424 der Gatschenbach; Ursprung Alpe in der Gatschen \u2013 1489 \u201edie albm Vrspreng\u201c; Kalkgrube \u2013 1491 \u201ein der Kcholgrueben am Gatschnberg\u201c.<\/p>\n<p><strong>1330\u00a0\u00a0\u00a0 Quilk:<\/strong><br \/>\n\u201eder Gulk\u201c (Gwilk), 1351 der Gulckh ob dem Niederdorf in Irninger pharr.<\/p>\n<p><strong>1360\u00a0\u00a0\u00a0 Herrandl:<\/strong><br \/>\nGeh\u00f6ft in Aigen, \u201eHerrant an Aigen\u201c, Aich.<\/p>\n<p><strong>1318\u00a0\u00a0\u00a0 Gulling:<\/strong><br \/>\nGolnich \u2013 gulnich prope Irdning; 1499 Gulling.<\/p>\n<p><strong>1300\u00a0\u00a0\u00a0 Vorberg:<\/strong><br \/>\nWird auch eines Leitner \u201ein der Leiten\u201c und &#8222;dy L\u00f6ffelschwaig in Irninger pharr\u201c in der Vorberger Gegend Erw\u00e4hnung getan.<br \/>\nVorperch; Vorperning; 1454 der Vaderperg in Irninger pharr. 1483 stifteten Abt Johann und seine Vetter Friedrich und Hans von Trautmannsdorf f\u00fcr das Klosterspital G\u00fcter zu Vorberg.<\/p>\n<p><strong>1350\u00a0\u00a0\u00a0 Schlattham:<\/strong><br \/>\nSlathaim; 1378 Schlothaimb; 1426 Slatham; 1443 Slatenham; 1449 Sladhaym;<br \/>\n1479 Statthaim in Irninger pharr.<br \/>\n1836 ist Schlattham zur G\u00e4nze abgebrannt.<\/p>\n<p><strong>1387\u00a0\u00a0\u00a0 Aigen:<\/strong><br \/>\n1387 tauchte das erste Mal der Name Aigen auf, als n\u00e4mlich Hans, der Pfaffendorfer dem Marchward Tanpek einige nach Salzburg lehnbare Zehente zu Fischern und Aigen verkaufte.<\/p>\n<p><strong>Was gab es an Bodensch\u00e4tzen?<\/strong><\/p>\n<p>Am 24. Mai 1467 gew\u00e4hrte Kaiser Friedrich III. Hans Ludlhuber, wohnhaft am Vortberg (Vorberg) in Irninger pharr, das Sch\u00fcrfrecht auf \u201eSilbererczt und Kupfererczt\u201c.<br \/>\nIm Jahr 1560 wurden in Ritzmannsdorf Kupfererze gewonnen, aus den 3 Stollen St. Katharina, Barbara und Maria. Diese Erze wurden auf eigenen Booten nach Admont geliefert.<\/p>\n<p>Einem \u201eVerzeichnis der Berckwechen in Land Steyer\u201c, aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammend, entnimmt man:\u201c\u2026in Oppenberg hinter der Kirche ist ein Wasser, hei\u00dft Gulling, darin findet man Granaten, sind au\u00dfen schwarz und innen m\u00f6\u00dfingfarb; einer dieser Granaten gab 5 Loth Gold.<br \/>\nDann in Oppenberg in der wei\u00dfen Gulling ist in der Alm, Mooskar genannt, wo das Wasser \u00fcber die Steinwand fallt, darob in Letter ist ein guetes Gold\u00e4tz.\u201c<\/p>\n<p>Die G\u00fclt Gulling besa\u00dfen einst das Stift Spital (1805 Freiherr zu Freiling, Dr. Josef von Mandelstein) und 1810 die k. k. Hauptgewerkschaft Donnersbach.<br \/>\nUm 1807 kauft Abt Gotthard die Werke in der Gulling.<\/p>\n<p>Auf dem k. k. hauptgew. Hammerwerk Gulling bestanden 1841 \u2013 1844 Zerrenfeuer mit 2 Schl\u00e4gen, 2 Stahlh\u00e4mmer mit 4 Feuern und 2 Schl\u00e4gen. Man erzeugte in diesem Jahr 5636 Zehntner Stahl und 306 Zehntner Grobeisen, wozu man 6892 Zehntner Roheisen und 22307 Fass Kohlen im Gesamtwerte von 63997 fl.C.M. verwendete.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1868 wurde das Feuer in diesem einst so gutgehenden Hammerwerk f\u00fcr immer ausgeblasen. Von da an geh\u00f6rte es zur Herrschaft Trautenfels. Bis wann, scheint nicht auf.<\/p>\n<p><strong>Schl\u00f6sser in Aigen<\/strong><br \/>\n<strong><em>Puttererschl\u00f6\u00dfchen:<\/em><\/strong><br \/>\nSchon im Jahre 992 ist ein PUTTERER bekannt gewesen \u2013 laut eines Grafendiploms, welches Karl IV. Josef Franz Xav Albert von Putterer dd. Wien am 26. J\u00e4nner 1729 verlieh. Im Jahre 1212 soll Egolph Putterer von Kaiser Otto zum Ritter geschlagen worden sein. Georg Gotthard Putterer wurde 1670 in den Freiherrenstand erhoben. Der letzte aus dem Geschlecht der Putterer, der das Schloss sein Eigen nannte, d\u00fcrfte Graf Johann Karl Putterer gewesen sein.<br \/>\nDie Puttererg\u00fclt kaufte im Jahre 1803 Ludwig Edler, sp\u00e4ter Karl Stanzinger und Johann Lackenschweiger, 1819 Jakob Stenitzer und 1840 Elisabeth Etlmayr. Das Schl\u00f6sschen wurde von Johann Keller einer Restaurierung unterzogen.<br \/>\nWann und aus welcher Veranlassung die Herrn Putterer das Schloss erbauten, l\u00e4sst sich nicht erforschen, es d\u00fcrfte aber nur zeitweilig von Familienmitgliedern bewohnt gewesen sein.<br \/>\nHeute dient das Puttererschl\u00f6\u00dfl unter der Familie Christian Dornbusch als Jugendg\u00e4steheim.<\/p>\n<p><strong><em>Schloss Pichlarn:<\/em><\/strong><br \/>\n1074 finden wir den Namen \u201eP\u00fcchlern, P\u00fchelarn\u201c.<br \/>\nPichlarn d\u00fcrfte das Stammhaus der Herrn von Pichel gewesen sein, von denen 1139 ein Walter lebte. In einem Best\u00e4tigungsbrief f\u00fcr das Stift Admont vom 10. Oktober 1139 besa\u00df es den ganzen Zehent vom Gut Reginhards von P\u00fcchlarn. Am 10. J\u00e4nner siegelte Dietmar von P\u00fcchlarn eine Urkunde.<br \/>\nLes der Edle von P\u00fcchel, schenkte sein Eigengut zu Pichlarn ca. 1150 gegen lebensl\u00e4ngliche Versorgung den Kloster Admont.<br \/>\n1191 bewohnte Volkmar v. P\u00fcchel das Schloss. 1344 finden wir einen Leo von Puhlele (lt. Admonter Urkunde). Er starb 1360. Mit ihm scheint das Geschlecht der Puhele ausgestorben zu sein, denn in einer Urkunde von 1385 hei\u00dft es, dass Hans Kirchdorfer den Hof zu Pichlarn von Johann Dumersdorfer kaufte. Die Dummersdorfer waren ein steirisches Rittergeschlecht.<br \/>\n1551 f\u00fchrte es den Namen \u201eEdelmannsitz P\u00fcchlern ob Irdning\u201c. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer, und das Schloss wurde des \u00d6fteren zu- und umgebaut.<br \/>\n1896 ging der Besitz, nach dem Tode von Othmar Graf Lamberg, an dessen Gemahlin Gr\u00e4fin Johanna Lamberg, geb. Freiin Mecsery. Sie war der sch\u00fctzende Engel f\u00fcr die Bewohner der Umgebung, eine f\u00fcrsorgende Mutter der Armen und Schulkinder.<br \/>\nLambergs Hausspruch: \u201eFrey, aber treu, so hause jeder in diesem Geb\u00e4u.\u201c<br \/>\nKein Bittender verl\u00e4sst unbeschenkt die Pforten des Schlosses. Die Pichlinger oder Pichlarner hatten mit Gewissheit auf dem H\u00fcgelzug hinter Irdning zwei Festungsforts.<\/p>\n<p><strong>Aigen im Ennstal heute<\/strong><br \/>\nAigen am Putterersee mit rund 2400 Einwohner liegt auf 665 m Seeh\u00f6he.<br \/>\nViele Freizeitsportler finden sowohl im Sommer, als auch im Winter ausreichende M\u00f6glichkeiten ihren Hobbysportarten zu fr\u00f6nen.<\/p>\n<p>So finden sich viele Freizeitsportler, die im Sommer, besonders am Putterersee \u2013 dem w\u00e4rmsten Alpensee in der Steiermark (26\u00b0 C) \u2013 wo Schwimmer, Bootsfahrer und Surfer (Surfschuld) \u2013 Kajakfahrer auf der Gulling und Fischer auf ihre Rechnung kommen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Wanderfreunde \u2013 da Aigen inmitten einer herrlichen Bergwelt liegt \u2013 ist gesorgt. Es gibt j\u00e4hrlich gef\u00fchrte Berg- und H\u00fcttenwanderungen. Da Aigen au\u00dferdem eine zentrale Lage aufweist, ist die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Ausflugsfahrten, wie Schladming, Dachstein-Planai, Ges\u00e4use Salzkammergut, S\u00f6lkt\u00e4ler etc., gegeben.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen die Camper \u2013 ein moderner Campingplatz ist vorhanden.<br \/>\nZusammengefasst ergeben sich f\u00fcr den Aktivurlauber ideale Bedingungen, wie schwimmen, fischen, reiten, surfen, wandern, Golf, Tennis, Luftgewehr- und Pistolenschie\u00dfen.<\/p>\n<p>Und im Winter?<br \/>\nF\u00fcr Langl\u00e4ufer stehen 17 km lange Loipen rund um Aigen zur Verf\u00fcgung, ferner 1 Lift auf Pisten f\u00fcr \u201eAnf\u00e4nger auf Brettln\u201c. Bei passender Temperatur ist f\u00fcr Eisl\u00e4ufer und Eisstocksch\u00fctzen am Putterersee und bei so manchen Gasth\u00f6fen eine Bet\u00e4tigung geboten.<br \/>\nAuch den fortgeschrittenen Schifahrern stehen Gratis-Busse zur Verf\u00fcgung, die sie auf die Planer- oder Riesneralm bringen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kulinarische Gen\u00fcsse sorgen 10 Gasth\u00f6fe mit und ohne Pension. An Gesch\u00e4ften gibt es keinen Mangel, um seinen t\u00e4glichen Bedarf zu decken.<\/p>\n<p><strong>Die Schreckensjahre von 1200 bis 1900<\/strong><br \/>\nUm diese Zeit mag es in unserem so malerisch gelegenen Tal wohl ganz anders ausgesehen haben, \u00fcberboten ja im 12. Jahrhundert noch gro\u00dfe S\u00fcmpfe derma\u00dfen den kultivierten Boden, dass zwischen Hohenberg und Irdning ein See bedeutenden Raum einnahm \u2013 der heutige Putterersee.<\/p>\n<p>Die schrecklichen Krankheiten wie Aussatz, Blattern, die eingetretenen Elementarereignisse, das Erscheinen eines Kometen, und die \u00dcberschwemmungen erkannte man als Himmelsstrafe oder Gottes Zorn.<\/p>\n<p>1201 brachte ein furchtbares Erdbeben. Die Menschen verlie\u00dfen die Wohnungen und eilten in die W\u00e4lder. Dort erbauten sie H\u00fctten und verbrachten darin die Sommerzeit. Erst bei Herannahen des Herbstes suchten sie ihre alten Wohnst\u00e4tten auf.<\/p>\n<p>Von 1210 berichten alte Aufzeichnungen, dass Regeng\u00fcsse gro\u00dfen Schaden anrichteten. Die Enns und ihre Seitenb\u00e4che \u00fcberfluteten das gesamte Tal.<br \/>\nIm Jahre 1224 kam aus Griechenland \u00fcber Ungarn eine f\u00fcrchterliche Seuche.<br \/>\n1254 herrschte eisige K\u00e4lte, sodass die Feldfr\u00fcchte erfroren. Die Chronik erz\u00e4hlt, dass 1255 kein Regen fiel, und somit weder Feld- noch Baumfrucht gedeihen konnten. 1256 gab es starke Regeng\u00fcsse, die wiederum die Ernte verdarben. 1259 gab es eine allgemeine Teuerung und durch eine pestartige Viehseuche kamen viele Tiere um. Von den Jahren 1261 bis 1263 ist bekannt, dass durch Viehseuchen, Missernten und Teuerungen gro\u00dfe Hungersn\u00f6te herrschten. 1292 besetzte ein Heer von Salzburgern das Ennstal und verheerte das Land.<\/p>\n<p>Das Nachfolgende Jahrhundert brachte viele Ungl\u00fccksjahre:<br \/>\n1310 bis 1337 gab es Seuchen unter Mensch und Tier. Ein strenger Winter1340 und darauffolgende starke Regeng\u00fcsse verdarben die Feldfr\u00fcchte. Mildes Wetter nach einem Schneereichen Winter 1342 brachte den Schnee rasch zum Schmelzen, sodass Wiesen und Felder \u00fcberflutet wurden.<br \/>\nZu Weihnachten 1344 herrschte sommerliches Wetter, im Februar 1345 dagegen erfroren viele Menschen und Tiere.<br \/>\n1348 war ein Erdbebenjahr. 1382 trat die Pest auf.<br \/>\nAlte Chroniken erz\u00e4hlen, dass 1404 furchtbare \u00dcberschwemmungen unser Tal heimgesucht haben. Der Talkessel glich einer st\u00fcrmischen See. Das abergl\u00e4ubische Volk dachte an die Wiederkehr der Sintflut.<\/p>\n<p>Im Jahr 1486 durchzog der \u201eW\u00fcgeengel\u201c Pest wieder das Tal. Der Winter 1626\/27 war besonders streng. Raubtiere bedrohten und fielen Menschen und Haustiere an.<\/p>\n<p>1680 w\u00fctete die Pest am \u00e4rgsten, das Pestmarterl in Schlattham erinnert an diese Zeit. Im Jahr 1783 umh\u00fcllt ganz Steiermark ein trockener Nebel. Es war ein Dunst, der die Atmosph\u00e4re und die Sonne verfinsterte. Dieser Dunst brachte eine Menge elektrischer Materie mit sich, wodurch starke Gewitter entstanden. Merkw\u00fcrdig ist, dass dieses Jahr \u00e4u\u00dferst fruchtbar war. 1787 verl\u00e4sst die Enns ihre Ufer und zeigt damit ihre gewaltige, zerst\u00f6rende Kraft.<\/p>\n<p>Das 19. Jahrhundert war ebenfalls von Hitze- und K\u00e4ltewellen, Missernten, \u00dcberschwemmungen und Seuchen gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Mit Absicht wurden die kriegerischen Ereignisse, die unser Tal im Laufe der Jahrhunderte heimsuchten, ausgelassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An lieblichen Talh\u00e4ngen, ums\u00e4umt von gr\u00fcnenden Wiesen und W\u00e4ldern, versteckt von im Herbste reichbeladenen Obstb\u00e4umen, liegen die zerstreuten Ortschaften und Geh\u00f6fte der Gemeinde Aigen \u2013 wie Aich, Aiglern, Aigen, Fischern, Gatschen, Hohenberg, Ketten, Lantschern, Quilk, Ritzmannsdorf, Sallaberg\/Kulm, Sallaberg\/See, Schlattham, Tachenberg, Vorberg und Geh\u00f6fte der Gemeinde Aigen mit einem Fl\u00e4chenraum von ca. 8638 ha. 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